Lagerung von Arzneimitteln

Jeder weiß, dass Arzneimittel Krankheiten heilen können aber auch bei unsachgemäßer Verwendung gesundheitsschädlich sind. Dies ist der Fall, wenn die Einnahme der Medikamente ohne einen medizinischen Grund geschieht. Allerdings gilt dies auch für Menschen, die mit den Medikamenten nicht verantwortungsvoll umgehen, die die Gebrauchsinformationen nicht lesen oder nicht verstehen können. Daher ist es höchste Priorität, dass die Arzneimittel immer in der Arztpraxis, in der Klinik oder auch im Haushalt für Kinder und für Menschen, die die Arzneimittel nicht alleine Einnehmen oder nicht damit Umgehen können (wie z. B. suchtgefährdete Menschen, süchtige Menschen oder Menschen mit geistiger Behinderung) unzugänglich aufbewahrt werden.
Außerdem sollte das Medikament nach überschreiten des Haltbarkeitsdatums nicht mehr eingenommen werden. Hat sich vor dem Verfallsdatum die Farbe, der Geschmack oder die Konsistenz des Mittels geändert, so ist es ebenso nicht mehr zu verwenden. Auch dürfen abgelaufene oder veränderte Arzneimittel nicht gespendet werden. Stattdessen muss dafür gesorgt werden, dass die Medikamente sicher entsorgt werden. Es muss darauf geachtet werden, dass die Reste für niemanden zugänglich sind. Handelt es sich um Medikamente, die als Sondermüll gelten, so können diese in den Apotheken zur Entsorgung abgegeben werden.
Arzneimittel sind höchstens bei Zimmertemperatur, lichtgeschützt und trocken zu lagern, damit die Verwendung bis zum Verfallsdatum gegeben ist. Handelt es sich um Impfstoffe, muss darauf geachtet werden, dass bei Lagerung und Transport die Kühlung nicht unterbrochen wird. Sie sind nämlich, genauso wie Suppositorien (Zäpfchen), im Kühlschrank, d. h. bei +2°C bis +8°C aufzubewahren. Es ist auch möglich, die Suppositorien bei Zimmertemperatur aufzubewahren, allerdings werden dann die enthaltenen Fette zu weich und können schlecht rektal (in den After) angewendet werden.
Betäubungsmittel, wie z. B. Morphin oder andere starke Analgetika (Schmerzmittel) müssen immer verschlossen gelagert werden, damit kein Unbefugter Zugang dazu hat.
Sind Arzneimittel von Patienten zurück in die Praxis gebracht worden, entweder weil sie nicht vertragen werden oder auch nicht mehr gebraucht werden, so ist es dem Arzt nach dem Arzneimittelgesetz nicht erlaubt, diese an andere Patienten abzugeben.
Auch ist es dem Arzt verboten, die zurückgegebenen Arzneimittel oder Ärztemuster, die von den Pharmafirmen gegen eine Unterschrift des Arztes zum „Testen“ ausgehändigt wurden, zu verkaufen.
Benötigt ein Privatpatient z. B. eine Injektion oder Infusion, so darf der Arzt diese nicht aus dem so genannten Sprechstundenbedarf der Kassenpatienten entnehmen, sondern muss diese Medikamente in Rechnung stellen, d. h. dem Patienten wird ein Privatrezept verschrieben, welches er in der Apotheke einlösen muss und zu dem Arzt bringt.

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