Arzneimitteltherapie

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ID #1024

Leitlinien in der Arzneimitteltherapie

Sehr viele Krankheiten werden heutzutage durch einen so genanntenStufenplan behandelt. Dieser ist in der Leitlinie als Regel und auchals Qualitätskriterium von diversen Fachgesellschaften nachStudienergebnissen zusammengestellt worden. Ebenso ist dieser auchwissenschaftlich gut begründet, sodass sehr viele Ärzte davon Gebrauchmachen. Die Kassenärzte sind nämlich gesetzlich verpflichtet diePatienten sowohl nur mit den notwendigen und auch Dosis – ausreichendenArzneimitteln zu untersuchen und zu behandeln.
  • Ein Beispiel dafür ist der Schmerztherapie – Stufenplan der Weltgesundheitsorganisation ( WHO ):
Vorraussetzungbei einer Schmerztherapie nach dem Stufenschema ist, dass dieSchmerzursache ( z. B. ein Tumor ) nicht geheilt werden kann.Chirurgische, psychotherapeutische und andere Behandlungsmöglichkeitenmüssen vorher weitgehend ausgeschöpft worden sein. Analgetika (Schmerzmittel ) werden bei chronischen Schmerzen eingenommen, wenn derSchmerz bereits aufgetreten ist, sondern regelmäßig nach Planverabreicht, sodass die Schmerzen erst gar nicht auftreten. Somit istsowohl die Suchtgefahr als auch der Arzneimittelverbrauch gesenkt.

Stufe I:  leichte Schmerzen
  • Einnahme eines peripher ( d. h. nicht im Gehirn ) wirkenden Analgetikums ( z. B. Ibuprofen oder Diclofenac ) à mehrmals täglich
  • Ggf. werden unterstützende Arzneimittel ( z. B. Antidepressiva ), die niedrig dosiert gegen Schmerzen wirken und nicht auf die Psyche schlagen, eingenommen. Dadurch wird die Schmerzschwelle gesenkt.

Stufe II:   mittelstarke und starke Schmerzen

  • Einnahme von zentral wirksame Analgetika bzw. Opioiden ( z. B. Tramadol, Codein oder Tilidin )
  • Peripher wirksame Analgetika
  • Unterstützende Arzneimittel wie in Stufe I

Stufe III:   starke und stärkste Schmerzen

  • Opioide ( z. B. Morphin oder Oxycodon ) ggf. als Pflaster verwenden
  • Arzneimittel gegen Opioid – Nebenwirkungen ( Verstopfung, Übelkeit ) > Laxanzien, Antiemetika )
  • Nicht Opioide
  • Unterstützende Medikamente ( z. B. Psychopharmaka oder Cortison)
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Letzte Änderung des Artikels: 2009-07-13 21:17
Autor: admin
Revision: 1.12

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