Nebenwirkungen

Mit Nebenwirkungen eines Arzneimittels sind unerwünschte Begleiterscheinungen gemeint, die bei einem bestimmungsgemäßen Gebrauch auftreten. Ein Sprichwort sagt auch „Was wirkt, wirkt auch neben“. Die Wirkung lässt sich leider nicht von den Nebenwirkungen trennen, da unser Körper zu kompliziert ist, damit nur die gewünschte Reaktion hervorgerufen wird. Wird mit dem Medikament in unseren Körper eingegriffen, so hat dies neben der Wirkung auch zwangsläufig andere Effekte zu Folge. Zum Glück sind nicht alle Menschen gleich empfindlich, sodass die einen gar keine Nebenwirkungen bekommen und die anderen dafür umso schlimmere. Allgemein sagt man, dass Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, besonders häufig auftreten. Dies ist komischerweise jedoch auch bei einem Placebo (wirkstofffreie „Medikamente“) der Fall.

Es kann durchaus auch schon mal vorkommen, dass Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind. In diesem Fall sollten sie sofort Ihren Arzt informieren. Dieser wird es dann dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden. Folgend wird das Arzneimittel gründlich geprüft und gegebenenfalls bei schweren Nebenwirkungen vom Markt genommen.

In der Packungsbeilage wird die Häufigkeit der Nebenwirkungen wie folgt angegeben:

  • Sehr häufig: Bei ≥10 % der Anwendungen kommt diese Nebenwirkung vor
  • Häufig: Bei ≥ 1 % bis < 10 % der Anwendungen kommt diese Nebenwirkung vor
  • Gelegentlich: Bei ≥ 0,1 % bis < 1 % der Anwendungen kommt diese Nebenwirkung vor
  • Selten: Bei ≥ 0,01 % bis < 0,1 % der Anwendungen kommt diese Nebenwirkung vor
  • Sehr selten/in Einzelfällen: Bei < 0,01 % der Anwendungen kommt diese Nebenwirkung vor (hierzu gehören auch Einzelfälle, die man noch nicht in % angeben konnte)

Allergien gehören zu den am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen. Dies ist eine Reaktion des Immunsystems, welches gegen den Wirkstoff ankämpft. Dabei werden dann verschiedenste Symptome entwickelt, die noch in 3 Kategorien aufgeteilt werden:

  • Harmlose Beschwerden wie zum Beispiel Juckreiz
  • Ausgeprägte Beschwerden wie zum Beispiel Hautausschlag oder Erbrechen
  • Lebensbedrohliche Beschwerden wie zum Beispiel schweres Asthma oder allergischer Schock

Es müssen sowohl die Wirkstoffe als auch die Zusatz- und Hilfsstoffe genauestens aufgeführt werden, damit keine versehendliche Allergie entsteht (versehendlich bedeutet: man weiß, dass man dagegen allergisch ist, aber man nicht weiß, dass es in dem Medikament enthalten ist).

Nehmen Sie ein Medikament ein und beobachten irgendwelche unnormalen Veränderungen Ihres Körpers, so informieren Sie doch bitte umgehend ihren Arzt. Gegebenenfalls wird er das Medikament absetzen und bei starken unerwünschten Nebenwirkungen dagegen vorgehen.

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