Medikamente im Straßenverkehr

Gleich vorweg: Auch rezeptfreie Mittel können Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Dass Schlaf- und Beruhigungsmittel oder starke Schmerzmittel die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können, wissen die meisten Menschen. Weniger bekannt hingegen ist, dass auch rezeptfrei erhältliche Medikamente negative Auswirkungen auf die Fahrsicherheit haben können, berichtet die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der ABDA unter 3.000 Personen rechnen 96 Prozent der Deutschen bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln mit einer Beeinträchtigung im Straßenverkehr. Aber nur der Hälfte der Befragten ist bekannt, dass Medikamente gegen Allergien die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Husten- und Erkältungsmittel schätzen dagegen nur zwei von drei Befragten als riskant ein. Dabei können auch diese Medikamente Nebenwirkungen wie z. B. Schwindel, Müdigkeit, Benommenheit, Sehstörungen oder Unruhe verursachen.

Medikamente im Straßenverkehr

Achtung - Medikamente im Straßenverkehr! -

Achtung – Medikamente im Straßenverkehr! – Fotolia © PRCreativeTeam

 



Um auf die Risiken von Medikamenten im Straßenverkehr aufmerksam zu machen, hat die ABDA den heutigen „Tag der Apotheke“ unter das Motto gestellt „Erst fragen, dann fahren!“. Ab heute informieren die Apotheker verstärkt über die Auswirkungen von Medikamenten auf die Fahrsicherheit. Die Initiative wird vom ADAC unterstützt. Anders als bei Alkohol gibt es bei Medikamenten im Straßenverkehr keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Jeder Kraftfahrer ist in erster Linie selbst dafür verantwortlich, seine Fahrtüchtigkeit zu beurteilen. Verursacht man unter Medikamenteneinfluss einen Unfall und wird das Arzneimittel nach dem Unfall durch eine Blutprobe nachgewiesen, muss der Fahrer mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Diese können vom Verlust des Versicherungsschutzes über Geldstrafen und Fahrverbot bis hin zu einer Gefängnisstrafe reichen.

Wer das von vornherein vermeiden möchte, sollte sich vor der Einnahme von Medikamenten – gleichgültig, ob diese verschreibungspflichtig oder frei verkäuflich sind – im Beipackzettel über mögliche Nebenwirkungen informieren oder den Apotheker fragen.

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