Magen-Darm-Beschwerden

Reizdarmsyndrom – was ist das?

Schon wieder Durchfall, aus heiterem Himmel. Oder es will nicht klappen mit dem Stuhlgang, der Bauch scheint wie aufgepumpt, und das seit einer gefühlten Ewigkeit. Magen-Darm-Beschwerden ohne erkennbaren Grund? Dahinter kann ein Reizdarmsyndrom stecken.

Sensible Verdauung
Die gute Nachricht vorweg: Reizdarm ist keine Krankheit. Er ist eine Darmfunktionsstörung. Bei Reizdarmpatienten sind die Darmbewegungen gestört, die Verdauung scheint besonders empfindlich zu sein und reagiert auf unterschiedlichste Reize mit Durchfall, Blähungen, Verstopfung oder anderen Darmbeschwerden. Stress ist ein solcher Reiz, Nervosität, Kummer, eine falsche Ernährung. Reizdarmsymptome treten fast immer tagsüber auf, häufiger bei Frauen als bei Männern, mal leicht mal schwer und von Person zu Person in unterschiedlicher Ausprägung.

Mehr gute Keime, bitte!
Was genau den Reizdarm auslöst, ist bis heute ungeklärt. Eine familiäre Veranlagung hält man für möglich, auch einen Zusammenhang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie zum Beispiel einer Laktose-Intoleranz. Bei vielen Patienten geht man davon aus, dass sich das Reizdarmsyndrom aus einer bakteriellen Darminfektion entwickelt hat. So unterscheidet sich die Mikroflora im Darm von Reizdarmpatienten in der Regel deutlich von der Mikroflora gesunder Menschen. Sie weist weniger Laktobazillen, E. coli und Bifidobakterien auf und scheint in ihrer Zusammensetzung weniger stabil zu sein. Die Gabe solcher „guter Keime“ wie Laktobazillen und Bifidusbakterien für den Dünndarm und E.coli für die Dickdarmflora kann die Verdauung wieder ins Gleichgewicht führen.

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