Fruchtzucker – Bitterstoff für den Darm?

Wenn sich Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle die Klinke in die Hand geben, eine organische Ursache aber nicht zu finden ist, tippen viele Mediziner schnell auf Reizdarmsyndrom. Häufig heißt es dann, das sei alles seelisch bedingt, eine Sache der Psyche. Dabei kann schon ein einfacher H2-Atemtest zeigen, ob Ihr Körper schlichtweg Probleme mit Fruchtzucker hat.

Vom Bauchweh bis zur Depression

Bauchschmerzen & ReizdarmBei manchen ist eine Fruktose-Intoleranz angeboren, als Stoffwechselstörung mit einem Enzymdefekt. Vielfach allerdings entwickelt sich eine Fruchtzuckerunverträglichkeit erst im Laufe der Jugend oder des Erwachsenenalters in Form einer Resorptionsstörung. Der Körper verliert dann seine Fähigkeit, Fruktose über die Dünndarmschleimhaut ins Blut aufzunehmen. Dadurch wandert der Fruchtzucker weiter in den Dickdarm, nährt die dortigen Bakterien, diese scheiden als Endprodukte CO2, Fettsäuren und Wasserstoff aus, was zu den typischen Reizdarmsymptomen führt.

In ungünstigen Fällen dehnt sich der Darm durch die Blähungen so stark aus, dass Dickdarminhalt in den Dünndarm fließt. Eine Dünndarmfehlbesiedlung ist die Folge. Sogar zu Depressionen kann eine Fruktose-Intoleranz führen. Denn ist die Fruktoseaufnahme gestört, gelangt auch die Aminosäure Tryptophan, die sich im Darm an Fruktose bindet, nicht mehr in den Stoffwechsel. Tryptophan aber wird im Gehirn dringend benötigt: als Baustein des sogenannten Glückshormons Serotonin.

Darm entlasten und regenerieren

Erkennt man die Fruktoseunverträglichkeit schon im Anfangsstadium, kann man ihr üblicherweise gut mit Ernährungsprogrammen Herr werden. Dabei steht zuallererst der Verzicht auf fruktose- und zuckerreiche Lebensmittel im Vordergrund – von Obst, Fruchtjoghurts und Brotaufstrichen über Fertignahrung und Diabetikerprodukte bis zu sorbithaltigen Kaugummis. Vielfach jedoch bleibt die Intoleranz über Jahre unentdeckt, der Darm wird mit Unmengen Fruchtzucker belastet. Das beschädigt die Darmschleimhaut und damit letztlich Zellen, die eine entscheidende Rolle spielen beim Abbau von Milchzucker und Histamin. Weitere Intoleranzen sind also programmiert.

Ein möglicher Auslöser und eine häufige Folge der Fruktoseunverträglichkeit ist eine Dysbiose, ein Ungleichgewicht der Darmflora. Auf einen erfolgreichen Abschluss der Ernährungsprogramme lässt man deshalb oft eine umfassende Darmsanierung folgen. Dabei wird der Darm gründlich gereinigt und seine Bakterienbesiedlung mit speziellen Probiotika wieder aufgebaut.

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