Reine Nervensache? – Psychische Ursachen des Reizdarm-Syndroms

Dass zwischen der Psyche und dem Verdauungssystem eine enge Verbindung besteht, ist nicht nur Medizinern schon lange bekannt. Schließlich sprechen wir umgangssprachlich davon, dass uns „etwas auf den Magen schlägt“. Personen, die unter starken seelischen Belastungen oder regelmäßig unter Stress stehen, leiden häufiger unter typischen Symptomen eines Reizdarm-Syndroms, wie Bauchkrämpfe, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall oder Blähungen. Heute wissen Mediziner aber, dass das Reizdarm-Syndrom nicht ausschließlich auf psychische Ursachen zurückzuführen ist.

Eine Frage der Seele?
Das Reizdarm-Syndrom wird zu den sogenannten funktionellen Erkrankungen gezählt. Das bedeutet, dass für die körperlichen Beschwerden, wie Durchfall und Schmerzen, oftmals keine eindeutige organische Ursache als Auslöser gefunden werden kann. Viele Patienten berichten zudem davon, dass Stress bei ihnen verstärkt Beschwerden hervorruft. Darüber hinaus sprechen sie überdurchschnittlich gut auf die Gabe von Placebos an. Lange Zeit galt das Reizdarm-Syndrom daher als typische psychosomatische Erkrankung. Und tatsächlich konnten Studien belegen, dass Personen, die besonders perfektionistisch sind, hohe Ansprüche an sich selbst stellen oder besonders empfänglich für Stress sind, besonders häufig unter Reizdarm-Symptomen leiden.

Komplizierte Wechselwirkungen
Heute gehen Mediziner jedoch davon aus, dass die Psyche nicht die alleinige Ursache für das Reizdarm-Syndrom darstellen kann. Zwar treten psychische Erkrankungen, wie beispielsweise Ängste oder Depressionen, überdurchschnittlich häufig bei Reizdarm-Patienten auf, jedoch können funktionelle oder körperliche Störungen umgekehrt auch die Psyche beeinflussen. Zudem geht mit dem Reizdarm-Syndrom eine starke psychische Belastung für viele Patienten einher. Die häufigen Schmerzen und Einschränkungen können die Lebensqualität deutlich vermindern. Reizdarm-Patienten könnten im Umkehrschluss also besonders häufig psychische Beschwerden entwickeln. Das Reizdarm-Syndrom muss daher vermutlich eher als Folge einer (unerkannten) körperlichen Erkrankung betrachtet werden, die die Psyche belastet.

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