Tipp bei Reizdarm: FODMAPs meiden

Was sind nun wieder FODMAPs? Das Kunstwort steht für „fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole“ – und es wird unter Reizdarmpatienten derzeit hoch gehandelt. Denn Experten zufolge lassen sich Reizdarmbeschwerden durch eine FODMAP-arme Ernährung wirkungsvoll ausbremsen.

Gesunde ErnährungBlähend und wässernd

Zu den FODMAPs zählen vergärbare Mehrfach-, Doppel- und Einfachzucker sowie Zuckeralkohole, also beispielsweise Fruktose, Laktose oder die Zuckeraustauschstoffe Xylit und Sorbit. Anders als zum Beispiel Traubenzucker (Glukose) werden sie nicht binnen kürzester Zeit vom Körper aufgenommen: Sie wandern bis in den Dickdarm, wo Darmbakterien sie in Gase und Fettsäuren umwandeln. Fruktose ist zudem osmotisch aktiv, zieht also Wasser ins Darminnere, was die Darmbewegungen anregt und wässrigen Stuhl verursacht. Vor allem bei Menschen mit Reizdarmsyndrom haben diese Vorgänge die typischen funktionellen Beschwerden zur Folge wie Blähungen, Schmerzen und Darmbewegungsstörungen.

Mit der richtigen Süße, bitte

Wer dem Reizdarm den Kampf ansagt, ernährt sich also möglichst FODMAP-arm. Auf dem Speiseplan stehen dürfen dann u. a.:

  • Gemüse wie Möhren, Sellerie, Paprika, Chinakohl, Kürbis und Kopfsalat
  • Ziegen- und Schafskäse bzw. laktosefreier Käse
  • laktosefreie Milch
  • Papayas, Aprikosen, Bananen, Weintrauben, Kiwis und Orangen
  • Haushaltszucker als Süßungsmittel
  • Getreide wie Reis, Mais, Hafer und Quinoa
  • glutenfreies Brot oder Gebäck
  • Eier, Fisch und Fleisch

Ernährungsanpassung in zwei Zügen

Grundsätzlich empfohlen wird, für sechs bis acht Wochen auf sämtliche FODMAP-reichen Nahrungsmittel komplett zu verzichten und FODMAP-arm weiterzuessen, falls diese Umstellung eine deutliche Besserung bewirkt. In einem zweiten Schritt prüft man in der Regel, wie der Patient auf konkrete FODMAP-haltige Lebensmittel reagiert und ob er sie auch in Zukunft meiden sollte.

Tipp: Wirksame Hilfe bei Reizdarmbeschwerden – „Das Arzneimittel Symbioflor® 2 wirkt beruhigend auf den gereizten Darm. Es enthält natürliche Darmbakterien in Reinkultur und hoher Konzentration. Die Bakterien helfen, Defizite von Darmflora und Darmschleimhaut auszugleichen.“ Mehr dazu

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