Antibiotikaresistenzen – wenn Antibiotika nicht mehr wirken

Erhöhte Antibiotikaresistenzen geben seit langem zu bedenken. Österreichische Mediziner jedoch scheint die Problematik bislang nicht erreicht zu haben. Trotz eingehender gesundheitlicher Warnungen wird die umstrittene Medikamentengruppe weiterhin unbekümmert verordnet – oftmals sogar nur auf Verdacht. Dass die willkürliche Einnahme allerdings schwerwiegende Nebenwirkungen birgt, wird häufig vollkommen außer Acht gelassen. Ein Antibiotikum steht dabei unter besonderem Verdacht. Es handelt sich um sämtliche Präparate aus der Gruppe der Chinolone, die primär zur bakteriellen Bekämpfung eingesetzt werden. Die am vierthäufigsten verschriebenen Antibiotika sind längst für ihre vielseitigen negativen Begleiterscheinungen bekannt. So berichtet ein Großteil der Patienten von Sehnenrissen, Haut- und Nervenschäden sowie psychischen Leiden wie Angststörungen, Depressionen und Verwirrungszuständen. Und selbst die Absetzung der Arzneien bedeutet nicht zwangsläufig das Ende der unangenehmen Symptome. In vereinzelten Fällen bleiben die Nebenwirkungen bestehen.


Antibiotikaresistenzen – wenn Antibiotika nicht mehr wirken

Antibiotikaresistenzen - wenn Antibiotika nicht mehr wirken

Achtung Antibiotika! – Fotolia © Karramba Production

Neu sind die weitreichenden Konsequenzen jedoch nicht. Gesundheitsexperten mahnen schon länger vor den Auswirkungen der Chinolone. Auf dem US-amerikanischen Arzneimittelmarkt gelten seit 2016 sogar strenge Warnhinweise. In Europa hingegen wird weiterhin zu leichtfertig mit den bedenklichen Antibiotika umgegangen. Um die Verordnung künftig besser unter Kontrolle zu bringen, sollen die Mittel auf ernste Krankheitsfälle wie schwer zu behandelnde Lungen- und Blasenentzündungen beschränkt werden – vorausgesetzt der gesundheitliche Nutzen überwiegt die drohenden Nebenwirkungen. An harmlosere Infektionen wie etwa Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) oder Bronchitis gilt es zunächst mit effektiven Hausmitteln wie Nasenspülungen, Inhalieren und einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr heranzutreten.

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