Der Fluch des Immer-Müssens

Wenn Sie vom Reizdarmsyndrom geplagt werden, kennen Sie mitunter auch die sogenannte Reizblase oder überaktive Blase. Beide treten gerne in Kombination auf. Wie der Reizdarm ist die Reizblase eine funktionelle Störung: sie bringt Beschwerden mit sich, ohne dass sich dazu ein körperlicher Befund finden ließe.

Ständig unter Druck

ReizblaseMeist sind es Frauen und Männer zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, denen die Reizblase zu schaffen macht. Sie verspüren sehr häufigen Harndrang, lassen aber in der Regel nur kleine Mengen Wasser. Teils können sie bei Harndrang den Harn nicht mehr halten („Urgeinkontinenz“). Ein Brennen wie bei Blaseninfektionen taucht üblicherweise nicht auf, auch kein Blut im Urin. Die wiederholten Toilettengänge können allerdings Druckschmerzen rund um die Blase verursachen.

Die Kontrolle zurückerobern

Woher genau die Funktionsstörung rührt, steht bislang nicht fest. Neben einer Überaktivität des Blasenmuskels ziehen Experten Auslöser heran wie zum Beispiel Östrogenmangel, nicht auffindbare chronische Infekte und psychosomatische Ursachen.

Die Kontrolle zurückerobern

Ob es sich bei Ihren Beschwerden um eine Reizblase handelt, wird Ihr Arzt (wie beim Reizdarmsyndrom) anhand einer Ausschlussdiagnose ermitteln. Behandeln lässt sich die Funktionsstörung durch Medikamente, eine Psychotherapie und Kontinenztraining:

  • Arzneien wie Spasmolytika und Anticholinergika, die die Blasenmuskulatur entkrampfen
  • Verhaltenstherapien, mit denen sich das Harnentleerungsverhalten beeinflussen lässt, um beispielsweise die Zeitabstände zwischen Toilettengängen zu verlängern
  • Tägliche Anwendung von Entspannungstechniken wie progressiver Muskelentspannung oder autogenem Training
  • Übungen zur gezielten Stärkung der Beckenbodenmuskulatur

Tipp: Wirksame Hilfe bei Reizdarmbeschwerden – „Das Arzneimittel Symbioflor® 2 wirkt beruhigend auf den gereizten Darm. Es enthält natürliche Darmbakterien in Reinkultur und hoher Konzentration. Die Bakterien helfen, Defizite von Darmflora und Darmschleimhaut auszugleichen.“ Mehr dazu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.