Reizdarm? Erst einmal Zöliakie ausschließen

Bauchkrämpfe und Blähungen kennen Reizdarmpatienten zur Genüge. Symptome, die allerdings für vieles sprechen können – beispielsweise für eine Glutenunverträglichkeit. Bevor man die Diagnose Reizdarm stellen kann, sollte deshalb immer ein Zöliakie-Test erfolgen.

Angriff auf die Darmzotten




Zöliakie

Zöliakie – Fotolia © Annett Seidler

Zöliakie
ist eine chronische Autoimmunerkrankung des Dünndarms. Sie beruht auf einer Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, das vor allem vorkommt in Getreidearten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer. Normalerweise wird im Dünndarm die Nahrung in Nährstoffe zerlegt, die über die Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen. Damit für diese Nährstoffaufnahme eine möglichst große Fläche zur Verfügung steht, ist die Dünndarmwand innen mit einer Vielzahl von Falten besetzt, den sogenannten Darmzotten.

Vom Bauchweh bis zur Depression

Bei Zöliakieerkrankten entzündet sich die Darmschleimhaut, die Zotten veröden. Der Dünndarm verliert an Oberfläche und kann nicht mehr ausreichend Nährstoffe ins Körperinnere transportieren. Der dadurch entstehende Nährstoffmangel führt zu den unterschiedlichsten Beschwerden, die nur selten auf den ersten Blick als Symptome einer Glutenunverträglichkeit erkannt werden. Neben Blähungen und Bauchschmerzen zählen dazu Eisenmangel, Knochenschmerzen mit Osteoporose, Arthritis, Zyklusstörungen bei der Frau, Depressionen, Migräneanfälle und Leberwerterhöhungen.

Lebenslanger Glutenverzicht

Heilbar ist Zöliakie nicht. Der einzige Weg ihr zu begegnen, ist der Verzicht auf glutenhaltige Speisen. Frei von Klebereiweiß sind beispielsweise unverarbeitete Lebensmittel wie:

  • Obst und Gemüse
  • Salat
  • Milch, Naturjogurt
  • Butter, Frischkäse natur
  • Pflanzenöle
  • Fleisch
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Zucker
  • Honig, Konfitüre, Marmelade, Ahornsirup
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • Eier

Tipp: Wirksame Hilfe bei Reizdarmbeschwerden – „Das Arzneimittel Symbioflor® 2 wirkt beruhigend auf den gereizten Darm. Es enthält natürliche Darmbakterien in Reinkultur und hoher Konzentration. Die Bakterien helfen, Defizite von Darmflora und Darmschleimhaut auszugleichen.“ Mehr dazu

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