Winterzeit – Durchfallzeit: Die Virenlawine rollt heran

Wenn die Blätter fallen, beginnt nicht nur die Erkältungszeit: auch Brechdurchfallviren haben in Herbst und Winter Hochsaison. Rota- und Noroviren machen sich breit, mit Vorliebe dort, wo Räume stark geheizt und Immunsysteme überlastet sind.

Hartnäckig und hoch infektiös

Ob im Kindergarten, Großraumbüro oder Wartesaal, die sehr ansteckenden Rota- und Noroviren lassen ungern ein Opfer aus. Sie werden durch Schmierinfektionen übertragen, teilweise auch durch belastetes Wasser oder infizierte Lebensmittel. Sie finden sich in Erbrochenem, in Stuhl und werden zum Teil sogar über die Atemwege ausgeschieden. Rotaviren etwa bleiben in eingetrocknetem Stuhl über mehrere Tage ansteckend. Im Wasser überleben sie mehrere Wochen.

© StockPhotosArtHände waschen, Hände waschen, Hände waschen

Peinliche Hygiene bietet gegen Brechdurchfall den besten Schutz. Waschen Sie sich gründlich die Hände, besonders nach dem Toilettengang, dem Windelwechsel bei infizierten Kindern sowie vor der Zubereitung und dem Verzehr von Speisen. Hat Sie ein Virus erwischt, dann gilt:

  • Ab ins Bett und den direkten Kontakt zu anderen Menschen auf Null reduzieren
  • Flüssigkeitsverlust ausgleichen, in schweren Fällen über Infusionen
  • Nur leicht Verdauliches essen mit ausreichender Salzzufuhr
  • Keine Mahlzeiten für andere Personen zubereiten

Tüchtig trinken

Bitte bekämpfen Sie den Brechdurchfall nicht mit Antibiotika. Diese helfen nur gegen bakterielle Infektionen, nicht aber gegen Noro- oder Rotaviren. Stopfende Durchfallmedikamente sind ebenso wenig zu empfehlen, mitunter verlängern sie den Krankheitsverlauf sogar. Mittel Nummer eins ist die Zufuhr von Flüssigkeit (zum Beispiel stillem Wasser) und Elektrolyten.

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